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Mit einem Schwanz kann man keine Frauen hypnotisieren, sagt BDSM-Starlet Rain DeGrey. Seit wann wissen Sie das?

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Mit einem Schwanz kann man keine Frauen hypnotisieren, sagt BDSM-Starlet Rain DeGrey. Seit wann wissen Sie das? Rain DeGrey: Ich war schon im Alter von acht Jahren kinky. Damals fand mich meine Mutter, als ich mir einen Kissenbezug über den Kopf stülpte.

Eines Tages war ich es leid, nicht wirklich ich selbst zu sein. Ich ging ins Internet und fand bei Myspace ein paar Bondage-Profile. Daraufhin schrieb ich einem dieser Typen eine Nachricht. Ich mochte die Art, wie er fesselt. Kurz danach hatte ich mein erstes Shooting.

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Das war eher ein Unfall. Ich wollte nie Model sein. Ich war aber kinky.

Das war mein Lebensstil. Und plötzlich hatte ich den besten Job der Welt. Derzeit arbeite ich in etwa so 50 Stunden pro Woche unter anderem als Talentdisponentin, Chauffeurin, Garderobiere, Fotografin, Regisseurin und persönliche Assistentin für Intersec Interactive.

Wir haben jetzt sechs Websites und drehen fünf bis sechs Tage pro Woche. Ich nehme das nicht als Arbeit wahr. Stellen Sie sich das vor: Sie wollen eine Gangbang-Fantasie ausleben. Wie wollen Sie fünf Männer was ist kinky, die alle am gleichen Abend Zeit haben, keine Geschlechtskrankheiten haben, gut in Form sind und deren Schwänze im richtigen Moment funktionieren?

Das ist quasi unmöglich. In meinem Job geht das. Zur Person: Rain DeGrey lebt in San Francisco und arbeitet seit gut sieben Jahren in der Sexbranche. Zur Arbeit: Für kink. Seit acht Monaten modelt sie kaum noch und arbeitet nun bei der traditionsreichen Firma Intersec Interactive als Talentdisponentin.

Sie haben am Set nie mit einem unangenehmen Mann gearbeitet? Ich habe sechs Jahre gemodelt und war an Hunderten Drehs beteiligt. Davon waren gerade mal 12 oder 13 Männer beteiligt, und bei den meisten davon war mein Freund auch mein Partner am Set. Ich mache also nicht wirklich Porno. Die Freunde von mir, die nach Los Angeles gegangen sind und angefangen haben, Pornos zu drehen, sterben innerlich. Ich bin Fetischmodel.

Es ist etwas Reines und Ehrliches am Fetischismus. Wenn du dich aufs Ficken beschränkst, verliert es etwas von der Reinheit. Ich habe keine. Kinky sein ist meine Berufung, meine Religion. Kink ist wie eine Blase. Alles, was ich machen möchte, befindet sich in dieser Blase. Ich hänge mit Leuten darin ab und arbeite mit ihnen. Ich will diese Blase nicht verlassen. Denn sobald ich das tue, verurteilen mich die Leute. Sie sind unhöflich, gemein und sehen auf mich herab.

Und das hasse ich. Die Leute sind Arschlöcher.

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Mit diesen Leuten streiten Sie sich dann auch oft auf Twitter. Ja, das mache ich vor allem mit Männern, die mir Schwanzbilder schicken.

Die denken, dass eine Frau nur einen Schwanz sehen muss, um den Verstand zu verlieren. Ein Schwanz ist nichts Magisches. Man kann mit einem Schwanz keine Frauen hypnotisieren.

Ich antworte diesen Männern, denn wenn ich auch nur einen ein bisschen weniger dumm machen kann, gibt mir das Hoffnung für die Welt. Denn wenn nur ein Mann sich darüber klar werden kann, wie unangemessen und grob das ist, macht er das vielleicht mit der nächsten Frau nicht mehr. Ich bin eine Erzieherin.

Es ist nicht Bestandteil meines Jobs, Idioten zu tolerieren. Ab und zu schreiben mir auch Leute, die meine Seele retten wollen. Die denken, dass ich mich quälen lasse, weil ich das Geld brauche und missbraucht werde.

Nein, ich toleriere niemanden, der meine Grenzen überschreitet. Es gibt Männer, die meine Shootings kaufen, weil sie sehen wollen, wie Frauen verletzt werden. Das ist aber nicht meine Arbeit. Ich habe eine Klasse für anale Spiele unterrichtet, eine Bondage-Klasse, eine Klasse für weibliche Dominanz, eine Oralsex-Klasse für Männer und Frauen, eine Klasse im Umgang mit Umschnalldildos. Ich hoffe sehr, dass ich Leute, denen es ähnlich geht wie mir in meiner Vergangenheit, die kinky sind, das aber verstecken und fürchten, dazu inspiriere, dasselbe zu tun.

Dieser Körper, den du hast, ist das beste Spielzeug, das du je haben wirst. Er ist ein Musikinstrument. Die Leute haben Angst, mit ihrem Körper zu spielen.

Wenn du aber richtig mit ihm spielst, lässt er dich Gott sehen. Die Leute wissen nichts über ihren Körper.

Es überrascht mich, wie wenig selbst Models über ihren Körper wissen. Es gibt leider auch kein Lehrbuch für Models. Ich sollte es schreiben.

Für viele radikale Feministinnen alter Schule schürt insbesondere der BDSM-Porno den Frauenhass der Konsumenten. Feministinnen sind fucking Bullshit. Ich glaube nicht, dass ein normaler Mann, der Frauen nicht wehtun will, losgeht und Frauen schlägt, nur weil er einen Film gesehen hat, in dem jemand, der es mag, harten Sex hat und dabei geschlagen wird. Nein, er wird nur verfügbarer.

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In England gab es schon diese kleinen Bücher unterm Ladentisch, in denen Menschen beim Sex geschlagen wurden. Peitschen, Spanking, Züchtigung — sexuelle Neigung gab es schon damals. Es gab eben nur kein Internet. Die Menschen versuchen, zivilisierter zu werden. Wir versuchen so angestrengt, uns mit Politur einzuschmieren, um zu verbergen, dass wir Tiere sind. Porno macht uns nicht weniger zivilisiert. Er zeigt uns einen Blickwinkel darauf, wer wir sind, als Tiere.

Wenn wir alle nur Tiere sind, warum werden dann in Pornofilmen vor allem dominierte Frauen gezeigt und eben nicht auch dominierte Männer? Es gibt eine gewisse Tendenz, dass Pornokonsumenten nun mal Männer sind. Allerdings haben Männer auch Angst vor Frauen. Frauen sind eine Bedrohung. Sie sitzen auf etwas sehr Wertvollem, wovon die Männer nicht loskommen.

Könnten sie doch nur einen Weg finden, sich nur mit der Pussy zu beschäftigen, ohne die Frau drumherum. Alle lieben es, Frauen anzusehen, aber einen Mann … haarig und mit heraushängendem Schwanz … Wer will für so etwas bezahlen? Es geht also um Ästhetik und nicht um Macht? Da würden Ihnen einige Feministinnen in Deutschland widersprechen, die neben dem Verbot der Pornografie auch das Verbot von Prostitution fordern. Zweifellos gibt es sie, die arme Frau aus Russland, die ein Jobangebot annimmt und sich dann in einem anderen Land wiederfindet, wo sie dazu gezwungen wird, mit zehn verschiedenen Typen am Tag Sex zu haben.

Aber das ist keine was ist kinky Sexarbeit. Viele Frauen entscheiden sich für Sexarbeit.

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