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Warum Entlieben Sich Frauen
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Die echten Gedanken von Männern und Frauen zu lesen ist manchmal schwierig. Zu oft machen sich Menschen in Beziehungen etwas vor. Allerdings erkennen Sie an Gesten und Verhaltensweisen, ob sich Personen entlieben.

Beschreibung

Verlieben geht mitunter schnell. Entlieben auch: Viele Paare klagen nach einigen gemeinsamen Jahren über einen spürbaren Liebesverlust. Und woran erkennt man, dass man sich entliebt hat?

Wie andern Leuten ein Stock oder Hut. Sie waren traurig, betrugen sich heiter, versuchten Küsse, als ob nichts sei, und sahen sich an und wussten nicht weiter. Und er stand dabei. Auszug aus dem Gedicht »Sachliche Romanze« von Erich Kästner. Warum entliebt man sich von einem Menschen, in den man sich vor gar nicht allzu langer Zeit rasend verliebt hat, und mit dem man eigentlich das ganze Leben teilen wollte?

Wieso wird aus dem hochemotionalen »Ohne ihn kann ich nicht mehr leben« ein nüchternes »Ich will nicht mehr«? Paare, die so gut wie keinen Sex mehr haben, nicht miteinander kommunizieren können, sich beim Streiten nur fertigmachen und keine gemeinsamen Interessen haben, können verständlicherweise nicht damit rechnen, dass ihre Liebe hält.

Was aber ist mit all denen, die sich anstrengen, das Projekt Langzeitbeziehung hinzubekommen, aber trotzdem irgendwann feststellen müssen, dass die Liebe weg ist? Haben diese Paare nicht aufgepasst, sich nicht richtig bemüht, oder sind sie einem Irrtum aufgesessen und passen einfach nicht zusammen?

Wie Liebe anfängt und wie es uns nach einer Trennung geht, ist wissenschaftlich weitreichend erforscht. Das bemängelt auch die israelische in Frankreich lebende Sozio Eva Illouz. Wir sollten uns viel genauer damit auseinandersetzen, was es bedeutet, sich zu entlieben, sagt sie in einem Interview mit der Frauenzeitschrift »Brigitte«. Um das herauszufinden, muss man die Anfänge der Liebe verstehen.

Die Wissenschaft liefert hierfür etliche Theorien, die alle vor allem eines belegen: Gefühle sind irrational, lassen sich schlecht steuern und werden gerade in Liebesdingen vom Unterbewussten beeinflusst. Am Anfang also ist die Liebe schon so etwas wie ein verrückter Zustand.

Womöglich, weil diese Person angesichts der extremen Leidenschaftsgefühle nicht Herr oder Frau der eigenen Sinne ist? Wenn wir verliebt sind, sind wir also nicht ganz richtig im Kopf, um es mal gemein auszudrücken. Womöglich wird der Beginn einer Beziehung von chemischen Prozessen gesteuert, warum entlieben sich frauen wir können erst später klarer erkennen, was wir uns da eingefangen haben. Vieles spricht dafür, dass wir uns am Anfang einer Beziehung in einem vorübergehenden Zustand der Unzurechnungsfähigkeit befinden — und das kann natürlich eine Erklärung dafür sein, warum die innigen Liebesgefühle irgendwann einfach weg sind.

Auch warum entlieben sich frauen kennt man ja, dass man auf jemanden abfährt und wenige Tage später nicht mehr verstehen kann, warum man diesen Menschen so begehrenswert fand. Das böse Erwachen nach einem One-Night-Stand wird dadurch verständlicher. Aber warum Paare sich nach ein paar Jahren entlieben, erklärt das noch nicht wirklich.

Tatsache ist, dass sich unser Gehirn nach einiger Zeit an die rauschenden Gefühle gewöhnt und abstumpft, wir reagieren nicht mehr so euphorisch darauf. Auch das ist wie beim Drogenrausch: Irgendwann schafft es die eine Substanz nicht mehr, so starke Gefühle in uns auszulösen. Entweder brauchen wir mehr davon oder etwas anderes, neues, was wieder diese aufregenden Emotionen auslösen kann. Wissenschaftler haben belegt, dass sich die romantische Liebe im Laufe einer Beziehung dynamisch verändert.

Auch die Aktivierungsmuster im Gehirn werden mit der Zeit anders. Nach etwa 6 Monaten Beziehung haben Neurowissenschaftler eine reduzierte Aktivierung der entsprechenden Hirnareale bei Liebenden festgestellt, schreibt Kayt Sukel. Und dann ist die Phase der Verliebtheit bei vielen Paaren erstmal vorüber, dann geht es von der Kür direkt über in die Pflicht. Im Idealfall entsteht dann — auch hormonell getriggert — eine Bindung, die Basis ist für tiefere Liebesgefühle, allen voran Geborgenheit.

Aus der Lust und der Leidenschaft wird ein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl. Man schmiedet gemeinsame Zukunftspläne, zieht zusammen, unterstützt sich gegenseitig und denkt vielleicht sogar über Kinder nach. Aber auch das ist keine Garantie dafür, dass die Liebesgefühle bleiben. Denn die sind, trotz all unseres Bemühens und des ausgeprägten Willens, es hinzubekommen, nicht ewig haltbar.

Manche Paare leben sich still und heimlich auseinander, bei anderen endet die Liebe mit Pauken und Trompeten. Aber ob mit oder ohne dramatischen Höhepunkt, Entlieben ist meist ein Prozessder allmählich vonstatten zu gehen scheint. Der Berliner Paartherapeut Wolfgang Krüger schreibt in »Freiraum für die Liebe«in einer Beziehung müssten wir immer mit den Schwierigkeiten des Lebens ringen und Belastungsproben bewältigen. Manchen Paaren gelinge das besser, anderen nicht so gut.

Entlieben: psychologe erklärt, wann liebe nachlässt

Die Liebe verschwindet ihm zufolge aber nicht einfach so. Meist gehe dem endgültigen Abschied eine innere Trennung voraus, die sich jahrelang anbahnt, schreibt er. Dramatische Ereignisse müssen dafür gar nicht mal auslösend sein. Untreue etwa muss kein Grund dafür sein, dass man sich entliebt — oft löst ein Seitensprung sogar wieder leidenschaftlichere Gefühle aus. Das Ende der Liebe ist vielmehr durch Gleichgültigkeit gekennzeichnet : Der andere wird einem egal, man interessiert sich nicht mehr für ihn, weder im Positiven noch im Negativen.

Liebe hat auch immer ein bisschen was mit Täuschung zu tun. Niemand kann ewig auf Wolke 7 schweben, die Kunst besteht nicht darin, sich zu verlieben, sondern aus dem berauschenden Zustand etwas Tragfähiges, Festes zu schaffen, das auch die Alltagshürden packt. Ob das mit der Person, die solch starke Gefühle in einem auslöst, auf Dauer gelingt, kann man mitunter erst nach einiger Zeit beurteilen — und hier droht Entliebung.

Das alles, um dem anderen zu gefallen. Kehrt der Alltag ein, lässt dieses Engagement deutlich nach, dann geben wir uns weniger Mühe und zeigen uns von unserer wahren Seite. Und die ist dann vielleicht nicht mehr so kompatibel mit dem anderen, wie es im Liebesrausch schien. Das kann mitunter Auslöser dafür sein, dass die Liebesgefühle deutlich nachlassen. Manche Menschen können sich warum entlieben sich frauen ganz und langfristig auf einen Partner einlassen.

Es gelingt ihnen zwar, eine feste Beziehung einzugehen, aber diese durchzuhalten, schaffen sie auf Dauer nicht. Nicht jeder Mensch ist gleich bindungsfähig, manch einer fühlt sich nach einiger Zeit eingeengt durch die Partnerschaft und ist nicht bereit, für den Erhalt der Liebe persönliche Freiheiten zu opfern.

Die Ursachen dafür können in der Persönlichkeit liegen. Narzisstisch veranlagte Menschen etwa verlieren schneller das Interesse an einem Liebespartner, weil sie diesen nicht um seiner selbst lieben, sondern weil sie durch ihn eigene Defizite kompensieren.

Typische anzeichen für nachlassende gefühle

Die Psycho Joanni Sailor befragte Menschendie sich von ihrem Partner getrennt hatten, und ermittelte die Gründe dafür wissenschaftlich. Dabei kam heraus, dass weder Seitensprünge noch fehlende Unterstützung in alltäglichen Dingen Auslöser für den Prozess des Entliebens waren, sondern Grundsätzliches und sehr Emotionales. Und nicht immer stand das in unmittelbarem Verhältnis zur Person oder zum Verhalten des Partners: Viele Befragte sagten, dass in ihrer Beziehung etwas abhanden gekommen sei, etwa sexuelle Nähe oder überhaupt Intimität, das Vertrauen oder auch das Gefühl, geliebt zu werden.

Andere sahen die Gründe für das Scheitern der Beziehung bei sich, weil sie sehr mit sich selbst beschäftigt waren oder sich in einer Lebenskrise befanden. Dabei erlebten viele Befragte nach eigenen Aussagen das Entlieben als einen längeren Prozess, der aus vielen kleinen Momenten bestand, in denen sie die Beziehung in Frage stellten. Die Summe der Zweifel führte letztlich dazu, dass die Liebe allmählich ganz erlosch.

Nur bei einigen gab es einen Moment der absoluten Klarheit, fast so, als wäre bei ihnen ein Schalter umgelegt worden. Dieser Effekt macht sich auch in der Liebe bemerkbar. Spätestens nach zwei bis drei Jahren ist der Anfangszauber verflogen, sagen Experten.

Dann ist so viel Nähe und Vertrautheit zwischen zwei Menschen, dass die Leidenschaft meist in den Hintergrund tritt oder sich verändert. Denn Leidenschaft braucht etwas Distanz, ausgelassener Sex wird oft zu einer vertrauten Angelegenheit, die in die Routine abgleiten kann.

Für viele Menschen ist das nicht schlimm — die Rolle, die Erotik in der Anfangszeit der Beziehung spielte, übernimmt die Vertrautheit: Man empfindet eine Zusammengehörigkeit und hält gemeinsame Interessen und Lebenspläne für wichtiger als das Sexuelle. Wenig Sex in einer Langzeitbeziehung ist sogar unter Umständen alles andere als ein schlechtes Zeichen, behauptet der Wissenschaftsjournalist Werner Bartens.

Warum entlieben wir uns?

In seinem Buch »Was Paare zusammenhält« zitiert er Untersuchungen, die belegen, dass das Gegenteil der Fall sein kann. Wenn ein Paar nur selten Sex hat, kann das demnach auch ein Hinweis darauf sein, dass sich beide Partner sicher und geborgen in ihrer Beziehung fühlen.

Der sparsame Sex spricht womöglich sogar für eine stabile Bindung und wenig Verlustangst. Es sei denn, die körperliche Anziehungskraft ist bei nur einem Partner einfach komplett verschwunden. Denn das kann langfristig zum Erlöschen der Liebe führen.

War es Liebe auf den ersten Blick, kannten Sie sich lange vorher schon und wurden von Freunden zu Liebenden?

Entlieben: 6 bewährte strategien fürs loslassen

Für die Entwicklung einer Partnerschaft kann langfristig immens wichtig sein, wie sie überhaupt zustande kam. Denn aus welchen Beweggründen man sich auf eine feste Beziehung einlässt, kann Aufschluss über die Tiefe der involvierten Gefühle geben.

John Gottman, renommierter Psychologe aus Amerika, meint, es sei fatal, eine Beziehung einzugehen, die man nur »will«.

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