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Metro Raub
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Zusammen mit seinem Lebensgefährten Manfred Vowinkel ging es dann ans Ganze.

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Als Angestellter der Handelskette Metro brachte er es in der Hauptverwaltung Düsseldorf zum Finanzdisponenten mit guten Karriereaussichten. Im »Roten Hahn« und im Düsseldorfer Bistro »Orly« hatte Manfred Vowinkel, 40, als Ober mehr mit Kleingeld zu tun. Nicht so gute Aussichten. Privat waren die beiden Freunde fürs Leben. Der Metro fehlen 36,2 Millionen Mark.

Metro-betrug

Den Batzen soll Schotte-Natscheff in 31 Raten auf das Girokonto seines Freundes bei der Stadt-Sparkasse Düsseldorf, Hauptstelle Berliner Allee, transferiert haben. Die Metro-Manager verschleiern vor der Öffentlichkeit, wo immer sie können, Bilanzen und Konzerndaten.

Bei den Geldinstituten sind die Männer von Metro als Pfennigfuchser gefürchtet. Sie feilschen härter als die Konkurrenz um die besten Zinssätze beim Tagesgeld und spielen die Banker gegeneinander aus. Für die Überweisungen waren, was normal ist, zwei Männer verantwortlich.

Von ihnen wurden zweistellige Millionenbeträge jeden Werktag via Westdeutsche Landesbank WestLB entweder direkt in die Schweiz transferiert oder auf deutschen Bankkonten zinsgünstig geparkt. Diese Geldüberweisungen konnten nur vorgenommen werden, wenn der Bank von den Metro-Bevollmächtigten bestimmte Kodezahlen präsentiert wurden. Professionell war das nicht.

An zwei Kontaktleute bei der Bank übermitteln sie unabhängig voneinander ihre Stichzahl. Die bei jeder Überweisung -- Beträge zwischen und 2,4 Millionen Mark -- notwendige schriftliche Bestätigung habe er nachgereicht, mit zwei Unterschriften, der eigenen und einer gefälschten des Chefs.

Metro-betrug von "bei 36 millionen bist du 'ne sensation"

Nach vier Monaten reichte es. Schotte-Natscheff kündigte zum Dezember vorigen Jahres und bat um ein Zeugnis, weil er ins Bankfach überwechseln wolle. Für diesen Coup gibt es nur eine Parallele: Der Frankfurter Commerzbank-Prokurist Willi Edler brachte es durch Buchungen auf Freundes-Konten auf 41 Millionen. Dafür brauchte er aber auch über zwei Jahre, bis er aufflog. Das Düsseldorfer Duo, so der Erkenntnisstand, schaffte das Millionen-Inkasso in Rekordzeit, weil es sich an eine alte Banker-Regel hielt: Nur wer viel auf dem Konto hat, wird ernst genommen -- egal ob er rote oder schwarze Zahlen schreibt.

Von den Millionen-Summen habe er nur jeweils Mark bar abgehoben, das meiste als Termin-Einlage stehengelassen und dafür Zinsen zwischen 8,5 und 9,25 Prozent kassiert. Wenn der vertraute Kunde die Hauptstelle der Stadt-Sparkasse nach telephonischer Anmeldung betrat, wurde er immer gleich in den Keller geleitet, wo die VIPs in drei Kunden-Kabinen neben der Hauptkasse bedient werden.

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Manchmal kam auch der Patron Schotte selber, dem Vowinkel Konten-Vollmacht eingeräumt hatte, und holte mit einem oder zwei Köfferchen das gebündelte Bare, um es gleich darauf mit der Air France nach Paris zu schaffen.

Die Konkurrenz hat gut spotten. Die Metro raub nehmen eine »Plausibilitätskontrolle« vor. Erst am Abend des Januar meldete sich beim Beamten vom Dienst bei der Düsseldorfer Kripo ein Manager, um den Verlust der 36,2 Millionen anzuzeigen.

Vowinkel wurde in der Wohnung seines Partners aufgegriffen; Schotte blieb verschwunden. Aber schön war es doch, gab er später zu Protokoll. Mit der Concorde sei er des öfteren nach Caracas geflogen, in Paris seien sie im »Ritz« abgestiegen und hätten an Silvester im »Lido« die Puppen tanzen lassen: »Es war irre.

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